Look at me!

Soo, zwar nur kurz, aber ein schönes Stück Fernsehkritik:

Abgetaucht

Jetzt ist schon wieder eine ziemlich lange Pause zwischen meinen Blogeinträgen entstanden. Dabei ist doch genug passiert, über das man hätte bloggen können: Fokushima, das Leben als Kreistagsmitglied, die Diskussion über das Tanzverbot, eine LMV, der Besuch auf der Abiturientenmesse, oder meine Wahl zum Vorsitzenden der Evangelischen Jugendvertretung im Dekanat. Anscheinend war ich in letzter Zeit sehr schreibfaul. Das will allerdings ändern. Da ich gemerkt habe, dass ich mit festen Terminen am besten arbeiten kann, setze ich jetzt einfach einen solchen:

Ab jetzt werdet ihr immer Mitwochs einen neuen Artikel von mir finden. Die Themen werden weiterhin breit gefächert sein, also irgendwo zwischen Politik, Persönlichem, Kirche, Fundstücken aus dem Internet oder anderem Kram. 🙂 Nächsten Mittwoch gehts los, also schaut mal rein!

Damit ihr aber auch noch was zu Lachen habt, hier einen Ausschnitt aus der gestrigen heute-show:

7 Wochen ohne!

Kurz nach Weihnachten tauchten in einigen Supermärkten schon die ersten Schoko-Osterhasen auf. Der Kommerz kennt anscheinend keinen Schmerz. Doch nun, da wir alle auch Fasching hinter uns gebracht haben, kommt Ostern (und nicht zu vergessen, die Osterferien 😉 ) auf uns zu. Doch mit Ende der karnevalistischen Zeit beginnt im Kirchenjahr als Vorbereitung für Ostern die Fastenzeit. Nach dem lustigem Treiben mit reichlich Alkohol, Kamelle und guter Laune, was meiner Meinung nch auch sein muss, wird nun aufgefordert sich ein par Gedanken mehr über Gott und die Welt zu machen. Dazu gehört auch das Fasten. Im Mittelalter bedeutete die Fastenzeit noch für Viele kaum noch etwas zu essen, woraufhin die Mönche das erste Bier brauten, damit man die täglichen Kalorien über das Trinken zu sich nehmen konnte 😉 .
Heutzutage nehmen auch nicht wenige die Fastenzeit zum Anlass für eine Diät. Doch in unserer Welt gibt es noch viel mehr, dass man Fasten kann: Manche lassen den Fernseher aus, einige lassen die Finger von den Süßigkeiten und wieder andere lassen ihrem Shopping-Trieb einmal nicht freie Bahn. Die Möglichkeiten sind vielseitig.
Ich persönlich bin dieses Jahr beim Facebook-Fasten angekommen. Meine Regel lautet, dass ich pro Tag nicht länger als 5 Minuten bei Facebook online sein möchte. Das scheint einigen vielleicht ein wenig albern, weil man ja auch komplett darauf verzichten könnte. Ich sehe Facebook allerdings auch als Kommunikationsmittel zu Leuten, die man eben nicht auch in der Schule ansprechen kann, sondern eben nur per Internet zu erreichen sind. Außerdem möchte ich mich auf die Grundfunktionen, die Nachrichten und Statusmeldung beschränken, anstatt im riesigen Facebook-Universum abzutauchen. Was dort alles möglich ist, wisst ihr eigentlich selbst: Hier ein Spruch, dort ein Video, da unten hat jemand ein Foto kommentiert, wo anders wird Justin Bieber zu 7000-mal erschossen und gefühlte 3000 Freunde wollen mit dir Farmville oder einen anderen Blödsinn spielen. Auf all das habe ich die nächsten 6 Wochen, denn eine halbe ist ja schon vorbei, keine Lust.
Doch in der Fastenzeit mit einer anderen Einstellung durch die Welt zu gehen. So ruft die evangelische Kirche jedes Jahr zur Aktion „7 Wochen ohne“ auf, wobei dieser Spruch jedes Mal anders ergänzt wird. Nachdem in den letzten Jahren schon zu 7 Wochen ohne Geiz oder 7 Wochen ohne Scheu aufgerufen wurde, heißt das Motto dieses Jahr7 Wochen ohne Ausreden. Es soll darum gehen, einfach mal zu seinen eigenen Fehlern und Schwächen zu stehen, anstatt sich immer wieder in neuen Ausreden und Lügen zu verstricken, um sich nicht zu blamieren. Ein ehrliches Wort ist an mancher Stelle besser gesetzt, als eine unwahre Geschichte. Zwar bereitet auch das erstere unangenehme Konsequenzen, doch hat man diese erstens verdient und sind zweitens besser zu ertragen, als die Enttäuschung des Gegenüber, wenn die Lüge aufgeflogen ist.
Hier sind noch zwei kurze Trailer zur Aktion, die mich zu schmunzeln gebracht haben.

Oscars reloaded

Mal wieder ein kleines Fundstück aus dem World Wide Web.
Nachdem bei der Oscarverleihung ja vorallem der Film „The Kings Speech“ ausgezeichnet wurde, schlägt der Latenight-Komödiant Jimmy Kimmel, der Meister seines Fachs, eine Neuverfilmung für das Amerikanische Publikum vor. Wie die aussehen soll? Seht selbst!

Gefunden bei Sixtus

Kreisschülerrat ≠ Alle Schüler

Mancher hat es vielleicht gesehen, mancher vielleicht auch nicht.
Deshalb ist hier nochmal mein Leserbrief, der gestern in der NNP erschienen ist, in ungekürzter Form. Allerdings auch ein Kompliment an die Redakteure: Sie haben an den richtigen Stellen gekürzt. Leider muss ich auch kritisieren: Der Artikel, welcher die Ausgangslage darstellte, ist leider nicht auf der Website zu finden und kann deshalb hier nicht verlinkt werden.
Ich wünsche trotzdem viel Vergnügen beim Lesen!

Der Kreisschülerrat wird mehr in der Jugendpolitik beteiligt und die Politiker des Kreistags feiern sich über die Fraktionen hinweg. Als Ziele werden genannt die „politische Mitarbeit der Jugendlichen sukzessive zu stärken“ (Veyhelmann) und „die Jugendlichen so früh wie möglich an die Politik heranzuführen“ (Benack). Doch ob der Kreisschülerrat der richtige Ansprechpartner für solch ehrenwerte Ziele ist, darf bezweifelt werden. Dafür muss jedoch allen Beteiligten klar gemacht werden, wie der Kreisschülerrat sich zusammensetzt. Im Kreisschülerrat sitzen 1-2 Delegierte von jeder Schule, meist die Schulsprecher. Die Schulsprecher hingegen werden von den Schülerräten an den einzelnen Schulen gewählt, welche sich wiederum aus den Klassensprechern jeder Klasse zusammensetzen. Diese müssen natürlich auch gewählt werden. Wer nun meint, dass durch diese Instanzen ein Interesse von Jugendlichen an der Politik entsteht, lebt in einer illusorischen Welt.
Informationen aus dem Jugendhilfeausschuss auf diese Weise niemals bei der großen Menge der Jugendlichen ankommen. Das liegt zum einen am beschriebenen Aufbau des Kreisschülerrats zum anderen daran, dass ein solcher Vertreter ohne Stimmrecht keinerlei Rechenschaft über sein Handeln vor den Schülergremien ablegen muss. Wie man mit diesem Modell also von mehr Beteiligung sprechen kann bleibt schleierhaft.
Vielmehr sollte der Kreis auf die Jugendlichen direkt zu gehen. Das heißt konkret, Veranstaltungen in den Schulen oder den vorhanden Jugendräumen durchzuführen, sobald es um Themen geht, die die Jugendlichen direkt betreffen. Aber auch zu anderen Themen, wie beispielsweise die Müllentsorgung, würde sich anbieten, mit jungen Menschen zu reden. So könnten gleichzeitig neue Ideen und das, von Herrn Jung geforderte, Interesse der Jugendlichen an der Kreispolitik gefördert werden.
Insgesamt sollten sich die Mitglieder des Kreistages fragen, ob man, auch vor Wahlen, nicht lieber effizient handeln sollte anstatt groß Projekte anzukündigen, die ihren Zweck niemals erfüllen werden.

Phillip Krassnig, Kandidat der Grünen Kreistagsliste auf Platz 8

Bildzeitung-TV

„Bleibt einem denn nicht nichts mehr erspart?“, mag manchem vielleicht bei so einer Überschrift durch den Kopf gehen. Aber keine Angst, die Aufgabe der Volksverdummung übernehmen mit Formaten wie Dschungelcamp oder Mitten im Leben zumindest im Fernsehen immernoch RTL & Co..
Der amerikanische Sender FOX News, der zur konservativen Ecke der transatlantischen Fernsehlandschaft zuzuordnen ist, scheint einem Bildzeitung-TV jedoch recht nahe zu kommen. Polarisiert wird bei beiden seit Jahr und Tag allerdings gleicht sich auch das Fachwissen dieses Senders immermehr der meistverkauftesten deutschen Zeitung an.
Hier das herrliche Beispiel aus dem Fach Geographie:

Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte….

Der Dauerlaberer

Als Vorabinformation: Dies ist eine Antwort auf eine Kolumne von Harald Martenstein, die auf Zeit Online erschienen ist.

Wenn wir durch die deutsche Ferrnsehlandschaft zappen, müssen wir viel Elend mit ansehen: Dailysoaps über unfreiwillige Teeniemütter, die nicht wissen, welcher der 5 Kerle der Vater ist, Talkshows mit Politikern, die nicht wissen, was sie wollen, aber wissen, dass alle anderen falsch liegen und C-Promis, die nicht wissen was sie tun, aber dafür einen großen Applaus und Anrufer haben wollen. Die Gemeinsamkeit all jener ist: Sie konnten sich mit Selbstbewusstsein so gut verkaufen, dass sie es bis ins Fernsehen geschafft haben und somit Geld dafür bekommen. Gemeinsam haben sie allerdings auch: Sie scheinen den durchschnittlichen IQ einer Scheibe Toast nicht deutlich zu übersteigen.
Doch ist dieser Zusammenhang zwingend ?
Harald Martenstein sieht diesen Zusammenhang im Bezug auf unser Schulsystem. Durch mündliche Noten würden Dauerlaberer und Selbstdarsteller keine objektiven Endnoten erhalten, da es viel zu einfach sei durch Nachbarn oder einen kurzen Blick ins Buch zu „mogeln“.
Das manche Leute in mündlichen Beiträgen vorgeben mehr zu wissen als sie tatsächlich tun möchte ich gar nicht abstreiten. Allerdings sehe ich auch eine Leistung darin, die Buchinhalte oder die Äußerungen des Nachbars glaubhaft als eigene zu verkaufen, ohne, dass eine kompetente Lehrkraft es bemerkt. In einer so von Informationen überfluteten Welt wie heute, gilt aus meiner Sicht: Du musst nicht alles wissen – aber du musst wissen wie du an deine Informationen kommst.
Auch gilt es heutzutage in einer globalisierten und total vernetzten Welt nicht nur besser zu sein als dein Konkurrent, sondern auch dich besser als dieser zu verkaufen. Und was in der Wirtschaft Gang und Gebe ist, darf in der Schule geübt werden. Außerdem schließt sich ja ein gutes Produkt und gutes Marketing, oder in der Schule ein fundiertes Fachwissen und eine rege mündliche Beteiligung, nicht aus.
Auch den Umkehrschluss darf man weder in der Wirtschaft noch in der Schule ziehen: No-Name-Produkte sind nicht unbedingt schlecht und stille Schüler auf keinen Fall immer ohne Hintergrundwissen, wie uns Martenstein selbst an dem Beispiel einer stillen Schülerin zeigt, die heute eine erfolgreiche Anwältin ist. Doch auch diese ehemals stille Schülerin wird erkannt haben, dass der Anwaltsjob ein hohes Maß an Kommunikation fordert, bei dem man schnell komplizierte Gedankengänge fassen muss und diese mitteilen muss. Wie eigentlich auch in der Schule.
Einen weiteren Vorteil haben mündliche Noten übrigens ebenfalls:
Schriftliche Leistungen entstehen, je nach Jahrgangstufe, in einem Zeitraum von 45-120 Minuten. Wer in diesem Zeitraum unter Kopfschmerzen, Übelkeit, Liebeskummer oder einem gebrochenen Ohr leidet und sich daher nicht richtig konzentrieren kann – Pech gehabt!
Mündliche Noten hingegen entstehen über den Zeitraum von fast einem halben Jahr. Wenn man dann noch davon ausgeht, dass eine Lehrkraft in diesem Zeitraum erkennt, wann wirklich eigene Redebeiträge geleistet werden und wann nur Buch oder Nachbar zitiert werden, und eine Schülerin oder ein Schüler über diesen Zeitraum durchgehend konzentriert mündlich mitarbeitet, dann ist meiner Meinung nach diese mündliche Note mehr wert als die schriftliche Note, die durch Pauken in der Nacht vor der Klausur, hinschmieren des Auswendiggelernten und nach dem Test wieder vergessen, erreicht wurde.
Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen: „Mündliche Noten – Hurra, Hurra, Hurra!“